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Hausstaubmilben: Alles Wissenswerte und Profitipps zum BekÀmpfen

Wir leben in unserer Wohnung Seite an Seite mit Millionen von Hausstaubmilben. In der Regel bemerken wir sie jedoch nicht einmal, solange keine Allergie vorliegt. In unserem Artikel erfahren Sie alles, was Sie ĂŒber Hausstaubmilben wissen mĂŒssen. Gleichzeitig geben wir Ihnen viele Profitipps zur BekĂ€mpfung der Milben.

Ratgeber Übersicht:

1. Was sind Hausstaubmilben?

Hausstaubmilben sind winzige Spinnentiere, die zur Gattung der Milben gehören. Sie sind fĂŒr den Menschen grundsĂ€tzlich ungefĂ€hrlich, aber können heftige allergische Reaktionen auslösen, wenn eine Allergie vorliegt. Weltweit gibt es etwa 150 Arten von Hausstaubmilben, aber nur drei davon sind fĂŒr uns relevant.

Die winzigen Hausstaubmilben haben eine GrĂ¶ĂŸe von nur etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter und sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Sie leben in fast jedem Haushalt und bevorzugen warme, feuchte Umgebungen wie Betten, Polstermöbel, Teppiche und Stofftiere. Dort ernĂ€hren sie sich von abgestorbenen Hautschuppen, die Menschen und Tiere stĂ€ndig abgeben.

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SchnellĂŒbersicht:

Milbe: Hausstaubmilbe
GrĂ¶ĂŸe: 0,1 - 0,5 mm
Arten:
  • Dermatopha-goides pteronyssinus
  • Dermatopha-goides farinae
  • Dermatopha-goides microceras
Verbreitung: Die Hausstaubmilbe ist weltweit verbreitet.
Nahrung: Hautschuppen, Schimmelpilze
Lebensraum: Die Hausstaubmilbe lebt vorwiegend im Staub und in StaubfÀngern, wie Matratzen, BettwÀsche etc. Sie ist vor allem dort anzufinden, wo Menschen und Tiere leben (Wohnungen, HÀuser etc.)

2. So sehen Hausstaubmilben in Bewegung aus

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3. Wie entstehen Hausstaubmilbenallergien?

Eine Hausstaubmilbenallergie ist eineÂ ĂŒbersteigerte Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Eiweißstoffe (Proteine), die aus dem Körper der Milben stammen. Besonders allergen wirksam sind dabei zwei Hauptbestandteile:

  • Verdauungsenzyme im Milbenkot, vor allem die Enzyme "Der p 1" und "Der f 1" - diese sind die hĂ€ufigsten Auslöser allergischer Reaktionen.
  • Zersetzungsprodukte aus abgestorbenen Milbenkörpern, die ebenfalls Eiweiße enthalten, die das Immunsystem bei Allergikern als „fremd“ erkennt.

Diese winzigen Eiweiße haften an Staubpartikeln, die sich ĂŒber BettwĂ€sche, Matratzen, Teppiche und Polstermöbel in der Raumluft verteilen. Werden sie eingeatmet oder gelangen sie ĂŒber die Haut oder SchleimhĂ€ute in den Körper, kommt es bei entsprechend veranlagten Personen zu einer sogenannten Sensibilisierung.

Im Detail: So entsteht eine Hausstaubmilbenallergie - ErklÀrt in 5 Schritten

  • Kontakt mit dem Allergen
    Hausstaubmilben hinterlassen mikroskopisch kleine Kotpartikel in Matratzen, Teppichen und Polstermöbeln. Diese Partikel enthalten allergieauslösende Eiweiße, die eingeatmet oder ĂŒber die Haut aufgenommen werden können.

  • Erstkontakt: Sensibilisierung beginnt
    Das Immunsystem erkennt die harmlosen Eiweiße fĂ€lschlicherweise als gefĂ€hrlich und bildet spezielle Abwehrstoffe: sogenannte "IgE-Antikörper". Diese heften sich an Abwehrzellen (Mastzellen) in der Haut und Schleimhaut.

  • Zweiter Kontakt: Reaktion wird ausgelöst
    Beim nĂ€chsten Kontakt mit dem gleichen Allergen reagieren die vorbereiteten Immunzellen. Es kommt zur AusschĂŒttung von Botenstoffen wie Histamin - die allergische Reaktion beginnt.

  • Typische Sofortreaktionen
    Die SchleimhÀute schwellen an, es kommt zu Niesen, laufender Nase, trÀnenden Augen, Husten oder Hautreizungen - je nachdem, wo das Allergen in den Körper gelangt.

  • Langfristige Folgen bei Dauerbelastung
    Bleibt die Allergenbelastung bestehen, kann sich eine chronische EntzĂŒndung entwickeln. Mögliche Folgeerkrankungen sind allergisches Asthma oder anhaltende Hautprobleme wie Neurodermitis.

Warum reagieren manche Menschen - und andere nicht?

Ob sich eine Hausstaubmilbenallergie entwickelt, hÀngt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Genetische Veranlagung: Menschen mit familiĂ€rer Vorbelastung haben ein erhöhtes Risiko.
  • Reizfaktor-Belastung: Je hĂ€ufiger und intensiver das Immunsystem mit den Allergenen konfrontiert wird, desto wahrscheinlicher ist eine Sensibilisierung.
  • Schleimhautstatus: Trockene, gereizte oder vorgeschĂ€digte SchleimhĂ€ute (z. B. durch Feinstaub oder Rauch) reagieren anfĂ€lliger.
  • Immunentwicklung im Kindesalter: Ein unausgewogenes Immunsystem - etwa durch ĂŒbermĂ€ĂŸige Hygiene - kann dazu fĂŒhren, dass harmlose Umweltstoffe als Gefahr eingestuft werden.

4. Warum ist es wichtig, ĂŒber Hausstaubmilben Bescheid zu wissen?

  • AllergieprĂ€vention: Hausstaubmilben können Allergien auslösen. Mit Wissen ĂŒber ihre Lebensweise können prĂ€ventive Maßnahmen ergriffen werden, um allergische Reaktionen zu reduzieren.
  • Gesundheitliche Vorsorge: FrĂŒhes Erkennen und Behandeln von Hausstaubmilbenallergien ist wichtig, um Symptome zu lindern und mögliche Komplikationen zu vermeiden, wie zum Beispiel Asthma.
  • LebensqualitĂ€t: Durch Kenntnis ĂŒber Hausstaubmilben können Betroffene ihre LebensqualitĂ€t verbessern, indem sie geeignete Maßnahmen treffen, um allergische Beschwerden zu minimieren.
  • Symptomerkennung: Mit Wissen ĂŒber Hausstaubmilben und ihre Auswirkungen können Betroffene und Angehörige die Symptome besser erkennen und einordnen, was zu einer gezielteren Behandlung fĂŒhren kann.

5. Lebensweise der Hausstaubmilben

Wo leben Hausstaubmilben in Ihrem Zuhause?

Hausstaubmilben fĂŒhlen sich in bestimmten Bereichen Ihres Zuhauses besonders wohl. Hier sind die hĂ€ufigsten Orte, an denen Sie Hausstaubmilben finden können:

  • Bett: Matratzen, Bettdecken, Kissen und BettwĂ€sche sind ideale LebensrĂ€ume fĂŒr Hausstaubmilben, da sie dort WĂ€rme und Feuchtigkeit finden, die sie benötigen.
  • Polstermöbel: Sofas, Sessel und andere gepolsterte Möbel bieten Hausstaubmilben ebenfalls gute Bedingungen zum Leben und Vermehren.
  • Teppiche und Teppichböden: Hausstaubmilben fĂŒhlen sich in Teppichen und Teppichböden wohl, da diese oft Staub und Hautschuppen ansammeln, von denen sie sich ernĂ€hren können.
  • Stofftiere und VorhĂ€nge: Auch Stofftiere, VorhĂ€nge und andere Textilien können Hausstaubmilben beherbergen, insbesondere wenn sie selten gereinigt werden.
  • BĂŒcherregale und SchrĂ€nke: In BĂŒchern, Zeitschriften und anderen Papierprodukten können sich ebenfalls Hausstaubmilben ansiedeln, vor allem wenn sie ĂŒber lĂ€ngere Zeit nicht bewegt werden.

Indem Sie diese Bereiche regelmĂ€ĂŸig reinigen und auf eine gute BelĂŒftung achten, können Sie die Anzahl der Hausstaubmilben in Ihrem Zuhause reduzieren und allergische Reaktionen minimieren.

Was sind die bevorzugten Lebensbedingungen von Hausstaubmilben?

Hausstaubmilben bevorzugen warme und feuchte Umgebungen, in denen sie sich optimal vermehren können. Hier sind die wichtigsten Lebensbedingungen, die Hausstaubmilben bevorzugen:

  • Feuchtigkeit: Hausstaubmilben gedeihen am besten in einer Umgebung mit einer Luftfeuchtigkeit von etwa 70-80%. In feuchten Umgebungen können sie sich leichter vermehren und ĂŒberleben.
  • WĂ€rme: Eine Temperatur von etwa 20-25°C ist ideal fĂŒr Hausstaubmilben. Bei höheren Temperaturen können sie sich schneller vermehren, wĂ€hrend bei niedrigeren Temperaturen ihr Wachstum verlangsamt wird.
  • Nahrung: Hausstaubmilben ernĂ€hren sich von abgestorbenen Hautschuppen, die Menschen und Tiere stĂ€ndig abgeben. Daher bevorzugen sie Bereiche, in denen diese Nahrungsquelle reichlich vorhanden ist, wie zum Beispiel Betten, Polstermöbel und Teppiche.

Indem Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause kontrollieren, regelmĂ€ĂŸig lĂŒften und reinigen sowie Staub und Schmutzablagerungen entfernen, können Sie die bevorzugten Lebensbedingungen fĂŒr Hausstaubmilben beeintrĂ€chtigen und ihr Wachstum eindĂ€mmen. Dies trĂ€gt dazu bei, allergische Reaktionen zu reduzieren und ein gesĂŒnderes Wohnumfeld zu schaffen.

Wie vermehren sich Hausstaubmilben?

Hausstaubmilben vermehren sich durch einen einfachen Fortpflanzungszyklus, der in ihrer bevorzugten Umgebung stattfindet. Hier sind die Schritte, wie Hausstaubmilben sich vermehren:

  1. Eiablage: Weibliche Hausstaubmilben legen Eier, meistens in Gruppen von mehreren hundert StĂŒck. Diese Eier werden in Bereichen abgelegt, die warm und feucht sind, wie zum Beispiel in Matratzen, Bettdecken oder Polstermöbeln.
  2. Entwicklung: Nachdem die Eier gelegt wurden, schlĂŒpfen nach einigen Tagen Larven aus ihnen. Diese Larven durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien, bevor sie zu ausgewachsenen Milben heranwachsen.
  3. ErnĂ€hrung und Vermehrung: Die ausgewachsenen Hausstaubmilben ernĂ€hren sich von abgestorbenen Hautschuppen und anderen organischen Materialien in ihrer Umgebung. Unter gĂŒnstigen Bedingungen können sie sich alle paar Wochen vermehren, was zu einer schnellen Populationsexplosion fĂŒhren kann.

6. Welche Symptome können bei einer Hausstaubmilbenallergie auftreten?

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Eine Allergie gegen Hausstaubmilben kann sich auf sehr unterschiedliche Weise Ă€ußern. Die Beschwerden Ă€hneln hĂ€ufig einer gewöhnlichen ErkĂ€ltung oder anderen unspezifischen Reizungen - was nicht selten zu Fehldeutungen oder verspĂ€teter Diagnose fĂŒhrt. Umso wichtiger ist es, auf wiederkehrende oder chronische Symptome zu achten, die sich vor allem in bestimmten Körperbereichen zeigen.

Wichtig zu wissen: Es mĂŒssen nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten, damit eine Hausstaubmilbenallergie vorliegt. Bei manchen Menschen zeigen sich nur einzelne oder sehr milde Beschwerden, wĂ€hrend andere deutlich stĂ€rker reagieren. Auch die IntensitĂ€t und Kombination der Symptome kann sich im Lauf der Zeit verĂ€ndern.

Nase & Atemwege

  • HĂ€ufiges Niesen, vor allem morgens nach dem Aufwachen
  • Verstopfte oder laufende Nase (chronischer Schnupfen)
  • Kribbeln in der Nase oder im Nasen-Rachen-Raum
  • Husten (vor allem trockener Reizhusten)
  • Halsschmerzen oder stĂ€ndiges „RĂ€usperbedĂŒrfnis“
  • Atemnot oder Kurzatmigkeit
  • Anzeichen von allergischem Asthma (z. B. pfeifende Atmung)

Augen

  • Rötung der Augen
  • Juckende oder brennende Augen
  • TrĂ€nende Augen (auch ohne Ă€ußeren Reiz)
  • Lichtempfindlichkeit

Kopf & Allgemeinbefinden

  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • TagesmĂŒdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Schlafprobleme (z. B. hĂ€ufiges Aufwachen, unruhiger Schlaf)
  • ErschöpfungsgefĂŒhl trotz ausreichend Schlaf

Haut

  • Juckreiz auf der Haut, vor allem im Gesicht oder an den Armen
  • HautausschlĂ€ge oder Ekzeme
  • Verschlechterung bestehender Hauterkrankungen wie Neurodermitis
  • Trockene, schuppige Hautpartien

Wann sollte man zum Arzt?

Wenn Sie ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum oder immer wieder an diesen Symptomen leiden - besonders morgens oder in InnenrĂ€umen -, kann eine Hausstaubmilbenallergie die Ursache sein. Selbst vereinzelte Beschwerden können auf eine allergische Reaktion hinweisen. Eine frĂŒhzeitige AbklĂ€rung durch einen Arzt (z. B. einen Allergologen) ist empfehlenswert, um gezielt behandeln und langfristige Folgen wie Asthma oder chronische Hautprobleme vermeiden zu können. Ein Allergietest gibt Aufschluss und bildet die Grundlage fĂŒr passende Behandlungsmaßnahmen.

7. Welche Auswirkungen kann eine unbehandelte Allergie haben?

Eine unbehandelte Hausstaubmilbenallergie kann verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit und LebensqualitÀt haben:

  • Verschlechterung der Symptome: Ohne Behandlung können die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie zunehmen und schwerwiegender werden. Dies kann zu anhaltendem Unwohlsein, EinschrĂ€nkungen in der tĂ€glichen AktivitĂ€t und verminderter LebensqualitĂ€t fĂŒhren.
  • Chronische EntzĂŒndungen: Unbehandelte Allergien können zu chronischen EntzĂŒndungen in den Atemwegen fĂŒhren, was das Risiko fĂŒr Asthma und andere Atemwegserkrankungen erhöhen kann.
  • Schlafstörungen: HĂ€ufige Symptome wie verstopfte Nase, Husten und juckende Augen können zu Schlafstörungen fĂŒhren, was sich negativ auf die SchlafqualitĂ€t und das allgemeine Wohlbefinden auswirken kann.
  • Psychische Belastung: Die stĂ€ndigen Beschwerden und EinschrĂ€nkungen durch eine unbehandelte Allergie können zu psychischem Stress, AngstzustĂ€nden und Depressionen fĂŒhren.
  • Soziale EinschrĂ€nkungen: EinschrĂ€nkungen in der Teilnahme an sozialen AktivitĂ€ten, Schule oder Arbeit aufgrund von allergischen Symptomen können zu sozialer Isolation und verminderter LebensqualitĂ€t fĂŒhren.

Indem eine Hausstaubmilbenallergie frĂŒhzeitig erkannt und behandelt wird, können diese negativen Auswirkungen minimiert und die LebensqualitĂ€t deutlich verbessert werden. Es ist wichtig, bei anhaltenden oder wiederkehrenden allergischen Symptomen einen Arzt aufzusuchen, um eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten.

8. Wie wird eine Hausstaubmilbenallergie diagnostiziert?

Die Diagnose einer Hausstaubmilbenallergie kann auf verschiedene Weisen erfolgen:

  • Hauttest: Beim Prick-Test trĂ€ufelt der Arzt eine Lösung mit Allergenen auf die Innenseite des Unterarms. Nach etwa 15 Minuten ĂŒberprĂŒft er das Ergebnis. Allergien zeigen sich dort anhand von geröteten Stellen und Quaddeln auf der Haut.
  • Bluttest: Ein Bluttest kann durchgefĂŒhrt werden, um spezifische IgE-Antikörper im Blut nachzuweisen, die auf eine Hausstaubmilbenallergie hinweisen.
  • Nasaler Provokationstest: Um herauszufinden, ob Hausstaubmilben beim Patienten allergische Beschwerden hervorrufen, kann der Arzt auch einen nasalen Provokationstest durchfĂŒhren. Dabei besprĂŒht er die Nasenschleimhaut der betroffenen Person mit einer Kochsalzlösung. Darauf dĂŒrfte keine Reaktion erfolgen. (Erfolgt trotzdem eine Reaktion, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die Person grundsĂ€tzlich sehr empfindlich reagiert.) Anschließend sprĂŒht er einen Hausstaubmilbenallergieextrakt in die Nase. Kommt es infolgedessen zu Niesattacken oder einer laufenden oder verstopften Nase, hat der Patient auf die Allergene reagiert. In dem Fall besteht eine Hausstaubmilbenallergie.

Es ist wichtig, die Diagnose mit einem Arzt zu besprechen, um die am besten geeignete Methode fĂŒr Ihre individuelle Situation zu wĂ€hlen.

9. Wie kann man Hausstaubmilben bekÀmpfen und die Allergene verringern?

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So reduzieren Sie den Kontakt zu Hausstaubmilben, um Ihre Symptome zu lindern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Allergenbelastung durch Hausstaubmilben zu verringern. Fakt ist jedoch leider auch: Ganz beseitigen können Sie die Milben nicht. Ihr Vorkommen hat nÀmlich nichts mit Hygiene zu tun. Sie können jedoch selbst dazu beitragen, dass die Hausstaubmilbe in ihrem Lebensraum bzw. in Ihrer Wohnung keine idealen Bedingungen mehr vorfindet und die Fortpflanzung dementsprechend nur noch langsam vonstattengeht.

  • Halten Sie Ihre Wohnung möglichst frei von Hausstaub. Leichter gesagt als getan natĂŒrlich, jedoch trĂ€gt eine tĂ€gliche Reinigung dazu bei, dass die Menge an Staub und damit auch an Milben gering bleibt. Saugen Sie daher auch tĂ€glich Ihre Wohnung und vor allem das Schlafzimmer. Noch staubfreier wird Ihre Umgebung, wenn Sie auch tĂ€glich wischen.
  • Verwenden Sie zum Saugen einen speziellen Staubsauger, der fĂŒr Allergiker geeignet ist. Diese sind mit einem HEPA-Filter ausgestattet, der selbst die kleinsten Mikropartikel aus der Luft aufgreift und diese nicht wieder hinausblĂ€st.
  • Nutzen Sie Luftreiniger mit HEPA-Filter: Sorgen Sie zuhause fĂŒr allergenfreie Luft.
  • LĂŒften Sie mehrmals tĂ€glich, um einer hohen Luftfeuchtigkeit entgegenzuwirken. Hausstaubmilben fĂŒhlen sich in einer hohen Luftfeuchtigkeit nĂ€mlich besonders wohl.
  • Verwenden Sie Allergiker Bettdecken und Kissen, die speziell fĂŒr Allergiker geeignet sind und die heiß gewaschen werden können. Waschen Sie diese regelmĂ€ĂŸig bei mindestens 60°, um Hausstaubmilben und deren Allergene effektiv zu entfernen.
  • Benutzen Sie Encasings (MilbenschutzbezĂŒge) fĂŒr alle Ihre Matratzen, Bettdecken und Ihre Kissen. Bei Encasings handelt es sich um feinmaschige SchutzhĂŒllen, die eine Barriere zwischen den Hausstaubmilben und dem Nutzer schaffen.
  • SprĂŒhen Sie Ihre Matratze und Ihre BettwĂ€sche regelmĂ€ĂŸig mit einem Milbenspray ein.
  • Entfernen Sie StaubfĂ€nger aus Ihrem Schlafzimmer. Verzichten Sie auf Teppiche, VorhĂ€nge oder auf Kuscheltiere. Vor allem bei Kindern kann der Verzicht auf Kuscheltiere problematisch werden. Tipp: Um Hausstaubmilben aus Kuscheltieren zu entfernen, hilft es, sie alle paar Wochen fĂŒr mindestens 24 Stunden einzufrieren. Dadurch werden die Milben abgetötet. Auf diese Weise können Ihrem Kind die Kuscheltiere erhalten bleiben.
  • Achten Sie darauf, dass Haustiere zu Ihrem Schlafzimmer keinen Zutritt haben.

10. Unser Beitrag zu Ihrer milbenfreien Wohnumgebung

Entdecken Sie jetzt unsere hochwertigen SchutzbezĂŒge fĂŒr Kissen, Bettdecken und Matratzen in allen möglichen GrĂ¶ĂŸen aus drei verschiedenen Produktlinien, die zu Ihrer milbenfreien Wohnumgebung beitragen.

11. Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur VerfĂŒgung?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie an einer Hausstaubmilbenallergie leiden, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen, damit dieser eine entsprechende Diagnose stellen kann. Durch einen Allergietest kann er feststellen, ob Sie tatsĂ€chlich betroffen sind. Falls dies der Fall ist, sollten Sie zunĂ€chst versuchen, Ihre Symptome mithilfe der oben genannten Tipps zu lindern. Wenn diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, ist eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Der Arzt wird Ihnen entsprechende Medikamante verschreiben, die eine gute Wirksamkeit gegen Allergien zeigen und bei regelmĂ€ĂŸiger Einnahme dazu fĂŒhren, dass Ihre Beschwerden gelindert werden.

GrundsÀtzlich gibt es folgende Therapien gegen die Hausstaubmilbenallergie

Medikamentöse Therapie

Dazu gehören Antihistaminika, die helfen, die allergischen Symptome wie Niesen, verstopfte Nase und juckende Augen zu lindern. Auch die Anwendung von Nasensprays mit Kortikosteroiden kann EntzĂŒndungen in den Atemwegen reduzieren. Bei schweren Symptomen können auch andere Medikamente verschrieben werden.

Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie)

Bei dieser Therapieform wird der Körper des Patienten nach und nach an das Allergen, in diesem Fall die Hausstaubmilben, gewöhnt, um eine Überreaktion des Immunsystems zu verhindern. Die Hyposensibilisierung wird ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum durchgefĂŒhrt und kann in Form von subkutanen Injektionen oder sublingualen Tabletten erfolgen.

Subkutane Hyposensibilisierung
  • Bei der subkutanen Hyposensibilisierung handelt es sich um die gĂ€ngigste Form der Immuntherapie gegen Hausstaubmilbenallergie.
  • Dabei wird dem Patienten alle vier bis sechs Wochen eine bestimmte Dosis des Allergens per Spritze unter die Haut verabreicht.
Sublinguale Hyposensibilisierung
  • Die sublinguale Therapie wird vor allem bei Patienten angewendet, die Angst vor Spritzen haben.
  • Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass die Gefahr von Nebenwirkungen geringer ist.
  • Bei dieser Form der Hyposensibilisierung werden dem Patienten allergene Substanzen in Form von Tabletten oder Tropfen unter die Zunge gegeben, wo sie langsam vom Körper aufgenommen

Und die oben bereits erwÀhnten Vermeidungsstrategien

Maßnahmen zur Reduzierung des Allergenkontakts können ebenfalls hilfreich sein. Dazu gehören regelmĂ€ĂŸiges Staubsaugen, Reinigen der BettwĂ€sche bei hohen Temperaturen, Verwendung von allergikerfreundlichen MatratzenbezĂŒgen und Luftreinigern mit HEPA-Filtern.

Es ist wichtig, mit einem Arzt ĂŒber die beste Therapieoption fĂŒr Ihre individuelle Situation zu sprechen.

12. Hausstaubmilbenallergie bei Kindern: Was ist zu beachten?

Kinder können ebenso wie Erwachsene von einer Hausstaubmilbenallergie betroffen sein. Bei Kindern ist es jedoch besonders wichtig, auf mögliche Symptome zu achten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, da sie oft nicht in der Lage sind, ihre Beschwerden angemessen zu Ă€ußern.

Hier sind einige wichtige Punkte zu beachten:

  • FrĂŒhe Erkennung: Achten Sie auf Anzeichen einer Allergie bei Ihrem Kind, wie hĂ€ufiges Niesen, verstopfte Nase, juckende oder trĂ€nende Augen, Husten, HautausschlĂ€ge oder Atembeschwerden.
  • Arztbesuch: Bei Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie sollten Sie Ihr Kind einem Kinderarzt oder Allergologen vorstellen, der eine entsprechende Diagnose stellen kann.
  • Allergenvermeidung: Nehmen Sie Maßnahmen zur Reduzierung des Allergenkontakts in der Umgebung Ihres Kindes vor, wie regelmĂ€ĂŸiges Staubsaugen, Verwendung von allergikerfreundlichen Bettdecken und Kissen, Waschen von BettwĂ€sche bei hohen Temperaturen und Vermeidung von Teppichen im Schlafzimmer.
  • Medikamentöse Behandlung: Falls erforderlich, kann der Arzt Ihrem Kind Medikamente verschreiben, um die allergischen Symptome zu lindern. Achten Sie darauf, die verordneten Medikamente gemĂ€ĂŸ den Anweisungen des Arztes einzunehmen.
  • Hyposensibilisierung: In einigen FĂ€llen kann eine Hyposensibilisierungstherapie empfohlen werden, um das Immunsystem Ihres Kindes langfristig gegen die Hausstaubmilbenallergie zu stĂ€rken. Besprechen Sie diese Option mit Ihrem Arzt.

Indem Sie diese Maßnahmen ergreifen und die Hausstaubmilbenallergie Ihres Kindes ernst nehmen, können Sie dazu beitragen, dass es sich wohler fĂŒhlt und die allergischen Beschwerden besser bewĂ€ltigen kann.

13. Weitere Fragen zu Hausstaubmilben

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Hier klĂ€ren wir viele weitere Fragen rund um die Hausstaubmilbe, die fĂŒr Sie von Interesse sein könnten.

HĂ€ufige Fragen zu Hausstaubmilben

  • Können Hausstaubmilben beißen?
    Nein, Hausstaubmilben beißen nicht. Kommen Allergiker jedoch in Kontakt mit dem Milbenkot, den die Tiere absondern, kann es zu allergischen Reaktionen des Körpers kommen. Diese Ă€ußern sich hĂ€ufig durch Schnupfen, Husten, Halsschmerzen oder trĂ€nende Augen – Symptome, die oft mit einer ErkĂ€ltung verwechselt werden.
  • Kann man Hausstaubmilben mit bloßem Auge sehen?
    Nein, Hausstaubmilben sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Sie sind nur etwa 0,1 bis 0,5 Millimeter groß und lassen sich nur unter dem Mikroskop erkennen.
  • Welche Farbe haben Hausstaubmilben?
    Hausstaubmilben sind cremig-weiß bis nahezu durchsichtig. Diese FĂ€rbung macht sie zusĂ€tzlich schwer erkennbar.
  • Können Hausstaubmilben springen?
    Nein, Hausstaubmilben können nicht springen. Sie bewegen sich langsam fort. Da sie jedoch im feinen Hausstaub leben, werden sie leicht durch Luftbewegungen aufgewirbelt – etwa beim Bettenmachen oder Saugen. So gelangen sie in die Atemluft oder auf die Haut, insbesondere nachts im Bett.
  • Wie lange lebt eine Hausstaubmilbe?
    Hausstaubmilben leben etwa drei Monate. In dieser Zeit scheiden sie die rund 200-fache Menge ihres eigenen Körpergewichts an Milbenkot aus – und genau dieser Kot enthĂ€lt die allergieauslösenden Stoffe, die bei empfindlichen Menschen Beschwerden hervorrufen können.
  • Hat die Hausstaubmilbe natĂŒrliche Feinde?
    Ja, zu den natĂŒrlichen Gegenspielern der Hausstaubmilbe zĂ€hlen unter anderem Silberfische, der BĂŒcherskorpion sowie die Raubmilbe Cheyletus. In der Wohnung kommen diese allerdings eher selten in relevanter Zahl vor.
  • Hilft KĂ€lte gegen Hausstaubmilben?
    Ja, Hausstaubmilben sind kĂ€lteempfindlich. Wenn Sie beispielsweise Kuscheltiere oder andere kleinere Textilien fĂŒr 24 Stunden ins TiefkĂŒhlfach legen, sterben die darin enthaltenen Milben ab. Auch ein Aufenthalt in kĂŒhleren Höhenlagen kann hilfreich sein: Ab etwa 1.500 Metern Höhe ist die Milbenbelastung in InnenrĂ€umen deutlich reduziert. In Höhenlagen ĂŒber 1.800 Metern spricht man teils sogar von nahezu milbenfreien Bedingungen – was fĂŒr Allergiker einen spĂŒrbaren Erholungseffekt mit sich bringen kann.
  • Hilft Zirbenöl gegen Hausstaubmilben?
    Zirbenöl wird traditionell als natĂŒrliches Hausmittel gegen Hausstaubmilben empfohlen. DafĂŒr gibt man etwa zehn Tropfen Zirbenöl in 500 Milliliter Wasser und besprĂŒht damit Matratze, Bettdecke und Kissen. Wissenschaftlich eindeutig belegt ist die Wirkung bisher nicht – dennoch berichten viele Betroffene von positiven Erfahrungen.
  • Welche Möbel und Materialien eignen sich bei Milbenallergie?
    FĂŒr Allergiker ist die Auswahl der Einrichtung besonders wichtig. Hier einige Tipps:
  • Verzichten Sie möglichst auf Polstermöbel und Teppiche, da sie Hausstaub binden.
  • Bevorzugen Sie glatte, leicht zu reinigende OberflĂ€chen wie Holz, Kunststoff oder Metall.
  • Verwenden Sie allergikerfreundliche Materialien wie Leder, Kunstleder oder spezielle Allergiker-Stoffe.
  • Achten Sie auf waschbare BezĂŒge fĂŒr Sofas, Kissen und Matratzen – idealerweise bei mindestens 60 °C waschbar.
  • Wie entfernt man Hausstaubmilben effektiv aus dem Matratzenkern?
    Hausstaubmilben dringen tief in Matratzen ein. RegelmĂ€ĂŸiges Waschen der BezĂŒge bei mindestens 60 °C, das Verwenden von milbendichten Encasings und das Absaugen mit einem HEPA-Staubsauger helfen. Nach 8–10 Jahren sollte die Matratze ersetzt werden.
  • Wie kann man Hausstaubmilben aus Teppichen dauerhaft entfernen?
    Am besten ist es, Teppiche durch glatte Böden zu ersetzen. Alternativ helfen tĂ€gliches Staubsaugen mit HEPA-Filter, Dampfreinigung (ĂŒber 60 °C) und gelegentliches Einfrieren kleiner Teppiche (24 Stunden bei -18 °C).
  • Wie funktioniert ein Hausstaubmilben-Testkit und wie wendet man es an?
    Mit dem Testkit saugen Sie Staub von Matratze oder Teppich und senden ihn ins Labor. Das Ergebnis zeigt die Menge an Milbenallergenen. Die Anwendung dauert nur wenige Minuten.
  • Wie viel kostet eine professionelle Hausstaubmilbenreinigung?
    Die Kosten liegen je nach Anbieter bei etwa 40–80 € fĂŒr eine Matratze, 5–10 € pro Quadratmeter Teppich. Komplettreinigungen ganzer Wohnungen sind teurer, lohnen sich aber bei starkem Befall.
  • Wie wirksam sind Luftreiniger gegen Hausstaubmilben?
    Luftreiniger mit HEPA-Filter können Milbenkot aus der Luft entfernen und die Symptome lindern. Sie beseitigen jedoch nicht die Milben selbst. Wichtig ist ein zertifizierter Filter (z. B. H13 oder H14).
  • Welche milbendichte BettwĂ€sche ist Testsieger im Jahr 2025?
    Ein offizieller Testsieger liegt noch nicht vor. Empfehlenswert sind Encasings aus Evolon oder Mikrofaser mit ECARF-Zertifizierung. Sie sind luftdurchlÀssig und milbendicht.
  • Welche Erfahrungen gibt es mit der Desensibilisierung bei Hausstaubmilbenallergie?
    Die Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann Symptome langfristig lindern. Sie erfolgt ĂŒber Monate mit Spritzen oder Tabletten. Viele Betroffene berichten nach 1–3 Jahren ĂŒber spĂŒrbare Besserung.
  • Welcher Staubsauger eignet sich am besten fĂŒr Hausstaubmilben-Allergiker im Jahr 2025?
    Ein Allergiker-Staubsauger sollte ĂŒber einen HEPA-Filter (H13 oder H14), ein geschlossenes GehĂ€use und spezielle DĂŒsen fĂŒr Matratzen und Polster verfĂŒgen. Achten Sie auf ECARF-zertifizierte GerĂ€te.
  • Was ist der Unterschied zwischen Hausstaubmilben und Bettwanzen?
    Hausstaubmilben sind mikroskopisch klein und verursachen Allergien, aber keine Bisse. Bettwanzen sind sichtbar, blutsaugend und hinterlassen juckende Stiche. Beide leben im Bett, unterscheiden sich aber deutlich.

Quellen

Bundesverband der Pneumologen e.V. und deutsche Lungenstiftung e.V.
www.lungenaerzte-im-netz.de (letzter Abruf: 14.10.2019)

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
www.daab.de (letzter Abruf: 14.10.2019)

Deutsches Forschungszentrum fĂŒr Gesundheit und Umwelt (GmbH)
www.allergieinformationsdienst.de (letzter Abruf: 14.10.2019)

Über den Autor

Softsan

Alexander Marinescu

Unser Redakteur Alexander Marinescu beschĂ€ftigt sich seit rund 8 Jahren mit dem Thema SchlafqualitĂ€t sowie Milben bedingten Allergien und vermittelt sein Wissen informativ und umfassend weiter. Neben der QualitĂ€t der Materialien und Stoffe und der Entwicklung selbiger, ist es ihm besonders ein BedĂŒrfnis, Allergiker wieder zu einem  gesunden und sanften Schlaf zu verhelfen. DafĂŒr ist er im regen Austausch mit den fĂŒhrenden Herstellern der Branche sowie der Industrie, um Sie immer auf dem neuesten Stand halten zu können.