Krätze Ansteckung: Wie ßberträgt sich die Skabiemilbe?
Krätze ist eine ansteckende Krankheit, die durch die Skabiemilbe hervorgerufen wird. Ein Befall kann leicht Ăźberall dort stattfinden, wo Menschen mit anderen Menschen oder Tieren in Kontakt kommen. In unserem Artikel erfahren Sie, wie genau eine Ansteckung vonstatten geht, welche Krätze-Art besonders ansteckend ist und wie lange die Inkubationszeit ist. AuĂerdem verraten wir Ihnen, bei welchen Symptomen Sie hellhĂśrig werden sollten und wie eine Krätze Erkrankung behandelt wird.
Krätze wird ßberwiegend durch direkten KÜrperkontakt ßbertragen
Die Krankheit Krätze oder auch Skabies / Scabies wird vorwiegend durch direkten KÜrperkontakt ßbertragen. Die Krätzmilbe benÜtigt einen Wirt, damit sie ßberleben kann. Diesen findet sie in Form von Menschen oder Tieren und wandert von dort aus weiter. Auf Kleidung, Bettwäsche oder Gegenständen ßberlebt sie maximal zwei Tage ßberleben.
Ăbertragung von Mensch zu Mensch
Eine Scabies Ăbertragung von Wirt zu Wirt findet besonders häufig statt, wenn Menschen auf engem Raum zusammenleben und viel KĂśrperkontakt haben. Dies kann beim Geschlechtsverkehr, beim gemeinsamen Schlafen in einem Bett, beim Spielen oder gar bei einer längeren Umarmung geschehen. Kurze BerĂźhrungen fĂźhren in der Regel nicht zu einer Ansteckung. Stattdessen ist es oftmals der länger andauernde KĂśrperkontakt, der zu einem Befall fĂźhrt. Haben die Milben einen Wirt gefunden, so siedeln sie sich erst auf der Haut an. Männliche Milben verbleiben auf der Hautoberfläche, um dort die Weibchen zu befruchten. Die Weibchen graben nach der Befruchtung ihre gefĂźrchteten Milbengänge unter der Hautoberfläche. Wer genau hinschaut, kann diese sogar mit bloĂem Auge erkennen. In den Gängen legen sie ihre Eier ab. Der Milbenkot zerfällt in der Haut und lĂśst eine Ăberreaktion des Immunsystems aus. Dadurch entsteht ein starker Juckreiz, durch den oftmals erst auffällt, dass eine Ansteckung mit Krätze stattgefunden hat.
Ăbertragung von Tier zu Mensch
Auch eine Ăbertragung von Tier zu Mensch ist mĂśglich. Allerdings handelt es sich hierbei um eine andere Art von Milben. Wird ein Mensch durch die Krätzmilben eines Haustieres befallen, so sterben diese in der Regel innerhalb von wenigen Tagen auf der Haut des Menschen wieder ab. Es kann durchaus zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen kommen, die jedoch schnell wieder abklingen.
Warum wird die Krätze ßber Hautkontakt ßbertragen?
Um sich mit Krätze anzustecken, bedarf es eines längeren Hautkontaktes. In dieser Zeitspanne mßssen entweder Milben unterschiedlichen Geschlechts den Weg auf die Hautoberfläche des Menschen finden oder aber es muss ein Befall mit einem bereits begatteten Milbenweibchen stattfinden. Der Mensch muss dafßr als Wirt herhalten, denn innerhalb seiner Haut bohren die Milben nach der Begattung ihre Gänge, in denen sie ihre Eier ablegen.
Warum die Ăbertragung nichts mit der KĂśrperhygiene zu tun hat
Die Ausbreitung von Krätze hat nicht zwangsläufig etwas mit KÜrperhygiene zu tun. Dies hÜrt man immer wieder, Jedoch handelt es sich dabei um ein Vorurteil. Zwar kann eine mangelnde KÜrperhygiene dazu fßhren, dass Milben sich schneller vermehren kÜnnen, jedoch kommen Krätzmilben vor allem dort vor, wo viele Menschen miteinander leben und KÜrperkontakt haben. Selbst wenn die Hygienebedingungen vor Ort optimal sind, kann es zu einer Ausbreitung von Krätze kommen.
Besonders ansteckend sind die Krustenskabies
Als besonders ansteckend gelten Krustenskabies, welche auch unter dem Namen Borkenkrätze bekannt sind. Vor allem Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind anfällig fßr Krustenskabies. Dazu gehÜren unter anderen Babys, alte Menschen, Chemotherapie-Patienten und Menschen, die an Aids erkrankt sind. Bei Borkenkrätze handelt es sich um eine besonders aggressive Form der Erkrankung. Es reicht bereits ein kurzer Hautkontakt fßr eine Ansteckung. Infolgedessen vermehren sich die Tiere rasant schnell, sodass es innerhalb kßrzester Zeit bereits zu mehreren Millionen aktiven Tieren auf einem Wirt kommt.
Inkubationszeit: Wie schnell merken Sie, dass Sie betroffen sind?
Die Ansteckung mit Krätze wird oftmals erst sehr spät festgestellt, sodass lange Zeit keine Behandlung stattfindet und die Milben sich ungehindert vermehren kÜnnen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen oftmals zwei bis vier Wochen. Erst dann lassen sich eindeutige Symptome feststellen. Bei einem Verdacht auf Krätze, sollten Sie nicht lange warten, sondern unverzßglich den Arzt aufsuchen, damit dieser eine entsprechende Therapie einleiten kann. Bedenken Sie, dass nicht nur Ihre Erkrankung weiter fortschreitet, sondern Sie auch andere Menschen anstecken, wenn Sie mit dem Arztbesuch zu lange warten.
Krätze Symptome: Bei diesen Anzeichen sollten Sie hellhÜrig werden
Ein Merkmal, das auf Krätze hinweist, ist ein starker Juckreiz, der den Zwang hervorruft, sich zu kratzen. Hervorgerufen wird der Juckreiz durch den Milbenkot, der von den Tieren in den Hautgängen abgesondert wird und zu allergischen Reaktionen fßhrt. Nach einiger Zeit wird die Haut schuppig und es bilden sich eine Hornschicht und Krusten, die vor allem an warmen KÜrperstellen vorkommen. Auch RÜtungen, Pusteln, Bläschen und Knoten kÜnnen durch Krätze auf der Haut entstehen. Besonders häufig befinden diese sich in den AchselhÜhlen, im Schritt, zwischen den Fingern und an den Handgelenken.
Krustenskabies Symptome: Schlimmer als gewÜhnliche Krätze
Borkenkrätze ist in ihrem Ausmaà schlimmer, als die Erkrankung durch herkÜmmliche Krätzmilben. Dementsprechend fallen auch die Symptome intensiver aus. Neben klassischem Juckreiz der Haut, kÜnnen auch an nicht betroffenen Stellen allergische Reaktion auftreten. Selbst Infektionen wie Blutvergiftungen oder Abszesse kommen in Verbindung mit Borkenkrätze vor.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema: Symptome der Krätze
Behandlung von Krätze
Eine Ansteckung mit Krätze oder Scabiei crustosa ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Hat ein Befall mit Milben stattgefunden, so ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren, damit dieser die richtigen MaĂnahmen treffen und eine individuell abgestimmte Therapie vorschlagen kann. Damit Ihre Haut sich schnell erholen kann und die Therapie von Erfolg gekrĂśnt ist, ist es zwingend notwendig, dass Sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und die verschriebenen Medikamente zuverlässig anwenden. Letztere sind in Form von Tabletten, Sprays, Salben oder Cremes erhältlich. Auch nachdem die Symptome abgeklungen sind, sollte eine Behandlung noch eine Weile weiterfortgefĂźhrt werden, um sicherzustellen, dass die Krätzmilben nicht Ăźberleben.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema: Behandlung von Krätze
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