Zum Inhalt springen

Bettwaren & Encasings direkt vom Hersteller

Softsan

Warum verschlechtert sich Neurodermitis im Winter? Ursachen, Pflege & Schutzmaßnahmen

Der Winter stellt fĂŒr Menschen mit Neurodermitis eine besondere Herausforderung dar. Kalte Temperaturen, trockene Heizungsluft und wechselnde Witterungsbedingungen belasten die Haut und können SchĂŒbe verstĂ€rken. Dieser Ratgeber erklĂ€rt, warum sich Neurodermitis im Winter verschlimmern kann und welche Maßnahmen helfen, die Haut zu schĂŒtzen und Beschwerden zu lindern.

Übersicht

Kalte Luft & trockene Heizungsluft: Warum leidet die Haut im Winter besonders?

Im Winter steht die Haut unter besonderem Stress. Kalte Temperaturen draußen und trockene Heizungsluft drinnen entziehen ihr Feuchtigkeit und beeintrĂ€chtigen ihre natĂŒrliche Schutzbarriere. Gerade fĂŒr Menschen mit Neurodermitis kann das eine große Herausforderung sein, da ihre Haut ohnehin empfindlicher ist und schneller zu Reizungen neigt.

Kalte Luft enthÀlt weniger Feuchtigkeit & verringert die Talgproduktion

Kalte Luft kann von Natur aus weniger Feuchtigkeit speichern als warme Luft. Das bedeutet, dass die Haut schneller austrocknet, wenn sie der KĂ€lte ausgesetzt ist. Gleichzeitig drosselt die Haut bei niedrigen Temperaturen ihre Talgproduktion - ein natĂŒrlicher Schutzmechanismus, der sie eigentlich vor Austrocknung bewahren soll. Doch bei ohnehin trockener Haut verstĂ€rkt dieser Effekt die Probleme nur noch weiter.

Besonders betroffen sind ungeschĂŒtzte Hautpartien wie Gesicht, HĂ€nde und Lippen. Sie sind der kalten Luft stĂ€ndig ausgesetzt und werden schnell rau, rissig oder gereizt. Ohne ausreichenden Schutz kann die Haut anfangen zu spannen, zu jucken und sogar schmerzhaft einreißen.

Heizungsluft verstÀrkt den Feuchtigkeitsverlust

Drinnen wartet das nĂ€chste Problem: Trockene Heizungsluft. Warme Luft in InnenrĂ€umen kann kaum Feuchtigkeit halten, sodass sie der Haut regelrecht Wasser entzieht. Das kann dazu fĂŒhren, dass die Haut sich spröde anfĂŒhlt, juckt oder sich schuppige Stellen bilden. Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Neurodermitis im Winter besonders in beheizten RĂ€umen verschlimmert, weil die Haut dort nicht mehr in der Lage ist, Feuchtigkeit zu speichern.

Typische Folgen trockener Heizungsluft:

  • SpannungsgefĂŒhle in der Haut, besonders nach dem Aufstehen oder Duschen
  • Juckreiz, der durch die Trockenheit verstĂ€rkt wird
  • Schuppige oder rissige Hautstellen, die sich entzĂŒnden können

Wechsel zwischen KÀlte & Heizungsluft schwÀcht die Hautschutzbarriere

Nicht nur KĂ€lte und trockene Luft setzen der Haut zu - auch der stĂ€ndige Wechsel zwischen warm und kalt ist eine Herausforderung. Sobald man von draußen in einen beheizten Raum kommt, muss sich die Haut an die neue Temperatur anpassen.

  • Bei KĂ€lte ziehen sich die BlutgefĂ€ĂŸe zusammen, um WĂ€rme zu speichern.
  • In warmen InnenrĂ€umen weiten sie sich wieder aus, was zu einem SpannungsgefĂŒhl und Rötungen fĂŒhren kann.
  • Diese stĂ€ndigen Anpassungen belasten die Hautbarriere und machen sie anfĂ€lliger fĂŒr Reizungen.

Das kann dazu fĂŒhren, dass sich kleine Risse bilden, durch die Krankheitserreger leichter eindringen. Gerade bei Neurodermitis ist das problematisch, weil es zu EntzĂŒndungen, Ekzemen oder nĂ€ssenden Hautstellen kommen kann.

Was bedeutet das fĂŒr Menschen mit Neurodermitis?

Wer Neurodermitis hat, sollte die Haut im Winter besonders gut pflegen und vor den extremen Bedingungen schĂŒtzen. Feuchtigkeitsspendende Cremes, eine angepasste Raumluft mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und der Schutz der Haut vor direkter KĂ€lteeinwirkung sind entscheidende Maßnahmen, um SchĂŒbe zu vermeiden und die Haut gesund zu halten.

Wechsel zwischen KĂ€lte & WĂ€rme: Warum ist das fĂŒr Neurodermitis-Haut problematisch?

Nicht nur die kalte Luft und trockene Heizungsluft selbst setzen der Haut zu - der stĂ€ndige Wechsel zwischen eisiger Außenluft und warmen InnenrĂ€umen stellt eine zusĂ€tzliche Belastung dar. Diese abrupten TemperaturverĂ€nderungen schwĂ€chen die Hautschutzbarriere, was Rötungen, SpannungsgefĂŒhle und Juckreiz verstĂ€rken kann.

BlutgefĂ€ĂŸe ziehen sich bei KĂ€lte zusammen - die Haut wird schlechter durchblutet

Wenn die Haut KĂ€lte ausgesetzt ist, ziehen sich die BlutgefĂ€ĂŸe automatisch zusammen, um die KörperwĂ€rme zu halten. Das hat folgende Auswirkungen:

  • Die Haut wird schlechter durchblutet und erhĂ€lt weniger Sauerstoff sowie NĂ€hrstoffe.
  • Die Regeneration verlangsamt sich, wodurch sich kleine Risse und trockene Stellen langsamer erholen.
  • Die Hautbarriere wird geschwĂ€cht, sodass sie anfĂ€lliger fĂŒr Ă€ußere Reize wird.

Das fĂŒhrt dazu, dass die Haut insgesamt trockener, empfindlicher und reizbarer wird - ein Problem, das sich bei Neurodermitis besonders stark zeigt.

Warme Raumluft sorgt fĂŒr schnelles Austrocknen

Beim Wechsel von kalter Außenluft in einen beheizten Raum passiert Folgendes:

  • Die BlutgefĂ€ĂŸe weiten sich wieder aus, was zu einem SpannungsgefĂŒhl oder vorĂŒbergehenden Rötungen fĂŒhren kann.
  • Die trockene Heizungsluft entzieht der Haut Feuchtigkeit, sodass sie noch schneller austrocknet.
  • Juckreiz verstĂ€rkt sich, da die Haut zusĂ€tzlich gereizt wird.

Das Resultat: Die Haut muss sich stĂ€ndig anpassen, was zu SpannungsgefĂŒhlen, Schuppungen und entzĂŒndlichen Reaktionen fĂŒhren kann.

ZusÀtzliche Reizungen durch den stÀndigen Temperaturwechsel

Der Wechsel zwischen KĂ€lte und WĂ€rme macht die Haut empfindlicher gegenĂŒber Ă€ußeren Reizen. Das bedeutet:

  • Pflegeprodukte, die im Sommer gut vertragen werden, können plötzlich brennen oder Irritationen auslösen.
  • Kalte Winde oder trockene Heizungsluft fĂŒhren schneller zu Rötungen und Juckreiz.
  • Schals, MĂŒtzen oder hochgeschlossene Kleidung können die Haut zusĂ€tzlich reizen.

Was können Sie tun, um Ihre Haut im Winter zu schĂŒtzen?

KĂ€lte, trockene Heizungsluft und starke Temperaturwechsel stellen fĂŒr empfindliche Haut eine Herausforderung dar. Besonders Neurodermitis-Betroffene leiden unter verstĂ€rktem Juckreiz, Rötungen und trockenen Hautstellen. Mit der richtigen Pflege und Schutzmaßnahmen lĂ€sst sich die Hautbarriere stabilisieren und SchĂŒbe können vermieden werden.

Feuchtigkeit & Schutz fĂŒr die Haut

Im Winter benötigt die Haut besonders viel Feuchtigkeit und Schutz vor KÀlte. Eine gezielte Pflege stÀrkt die Hautbarriere und beugt Trockenheit vor.

  • RĂŒckfettende Cremes mit Ceramiden, Panthenol oder Urea (nur bei geschlossener Haut) stĂ€rken die Hautbarriere.
  • Fetthaltige Salben eignen sich ideal fĂŒr Gesicht und HĂ€nde als Schutz vor KĂ€lte.
  • Cremes direkt nach dem Duschen oder HĂ€ndewaschen auftragen, um die Feuchtigkeit einzuschließen.

Durch KĂ€lte und trockene Luft verliert die Haut schneller Feuchtigkeit und wird rissig. RĂŒckfettende Cremes helfen, die natĂŒrliche Schutzfunktion der Haut zu erhalten. Fetthaltige Salben wirken wie ein Schutzschild und verhindern, dass KĂ€lte die Haut weiter austrocknet.

Duschen & Baden im Winter

Warmes Wasser und aggressive Reinigungsmittel können die Haut zusÀtzlich austrocknen. Deshalb ist eine sanfte Reinigung wichtig.

  • Nicht zu heiß duschen (max. 36 °C) - heißes Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit.
  • Kurze Duschzeiten einhalten - maximal 5-10 Minuten.
  • Ölhaltige BadezusĂ€tze oder Duschöle verwenden, um die Haut geschmeidig zu halten.

Heißes Wasser kann die Hautschutzbarriere schwĂ€chen und den Feuchtigkeitsverlust verstĂ€rken. Kurzes, lauwarmes Duschen schont die Haut, wĂ€hrend rĂŒckfettende ÖlbĂ€der oder Duschöle dazu beitragen, die Haut geschmeidig zu halten. Nach dem Duschen sollte die Haut sanft abgetupft und direkt eingecremt werden.

Die richtige Kleidung im Winter

Winterkleidung soll wÀrmen, darf aber die Haut nicht zusÀtzlich reizen. Bestimmte Materialien oder enge Schnitte können den Juckreiz verstÀrken.

  • Weiche Stoffe wie Baumwolle oder Seide bevorzugen, da sie hautfreundlicher sind als Wolle oder synthetische Fasern.
  • Mehrere dĂŒnne Kleidungsschichten tragen, um Schwitzen und Hautreizungen zu vermeiden.
  • Weiche Schals, Handschuhe und MĂŒtzen wĂ€hlen, um Hautkontakt mit kratzigen Materialien zu verhindern.

Synthetische Stoffe oder Wolle können Juckreiz verstĂ€rken und die Haut reizen. Atmungsaktive Kleidung sorgt dafĂŒr, dass sich keine Feuchtigkeit auf der Haut staut, was EntzĂŒndungen begĂŒnstigen kann. Durch mehrere dĂŒnne Schichten lĂ€sst sich die Körpertemperatur besser regulieren, ohne dass es zu starkem Schwitzen kommt.

Luftfeuchtigkeit & Raumklima verbessern

Die trockene Heizungsluft im Winter kann Neurodermitis-Symptome verstĂ€rken, da sie der Haut Feuchtigkeit entzieht und sie anfĂ€lliger fĂŒr Reizungen macht. Mit einfachen Maßnahmen lĂ€sst sich das Raumklima so optimieren, dass die Haut besser geschĂŒtzt bleibt.

Trockene Heizungsluft vermeiden

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann die Haut austrocknen und das SpannungsgefĂŒhl verstĂ€rken. Um dem entgegenzuwirken, hilft es, fĂŒr eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen.

  • Luftbefeuchter verwenden, um die Raumluft mit Feuchtigkeit anzureichern.
  • Nasse HandtĂŒcher oder Wasserschalen auf die Heizung legen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60 %, da dies die Haut vor dem Austrocknen schĂŒtzt.

Zu trockene Raumluft entzieht der Haut Feuchtigkeit und kann bestehende Neurodermitis-Symptome wie Juckreiz oder Rissbildung verstĂ€rken. Eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgt dafĂŒr, dass die Haut weniger austrocknet und ihre Schutzfunktion besser aufrechterhalten kann.

Richtig lĂŒften im Winter

Ein gutes Raumklima erfordert nicht nur eine angemessene Luftfeuchtigkeit, sondern auch eine regelmĂ€ĂŸige Frischluftzufuhr.

  • RegelmĂ€ĂŸiges StoßlĂŒften fĂŒr 3-5 Minuten, um trockene Heizungsluft auszutauschen.
  • Mehrmals tĂ€glich lĂŒften, besonders morgens und abends.
  • Zu große Temperaturschwankungen vermeiden, da sie die Haut zusĂ€tzlich belasten können.

LĂŒften hilft, die Raumluft zu erneuern, Schadstoffe und Staub zu entfernen und die Luftfeuchtigkeit auf einem angenehmen Niveau zu halten. Gleichzeitig sollten zu abrupte Temperaturwechsel vermieden werden, da sie die Hautschutzbarriere schwĂ€chen und zu Reizungen fĂŒhren können.

ErnÀhrung & Immunsystem stÀrken: Warum ist das im Winter besonders wichtig?

Im Winter ist das Immunsystem oft geschwĂ€cht, und ErkĂ€ltungen sowie Infekte treten vermehrt auf. FĂŒr Menschen mit Neurodermitis kann dies eine zusĂ€tzliche Belastung bedeuten, da Infekte EntzĂŒndungen im Körper fördern und damit auch die Hautreaktionen verstĂ€rken können. Eine gezielte ErnĂ€hrung kann helfen, das Immunsystem zu stĂ€rken und die Haut gesund zu halten.

Hautfreundliche ErnÀhrung im Winter

Eine ausgewogene ErnĂ€hrung mit den richtigen NĂ€hrstoffen kann die Hautbarriere unterstĂŒtzen und EntzĂŒndungen reduzieren.

  • Omega-3-FettsĂ€uren (Lachs, Leinöl, NĂŒsse) wirken entzĂŒndungshemmend und helfen, die Haut geschmeidig zu halten.
  • Vitamin D & Zink sind essenziell fĂŒr eine starke Hautbarriere und ein stabiles Immunsystem.
  • Viel Wasser & ungesĂŒĂŸte Tees trinken, um den Körper mit ausreichend FlĂŒssigkeit zu versorgen.

Omega-3-FettsĂ€uren können dazu beitragen, HautentzĂŒndungen zu reduzieren und die Haut geschmeidiger zu halten. Vitamin D und Zink spielen eine entscheidende Rolle fĂŒr die Hautregeneration und die AbwehrkrĂ€fte. Gerade im Winter, wenn durch weniger Sonnenlicht oft ein Vitamin-D-Mangel entsteht, ist eine bewusste Zufuhr wichtig. Eine ausreichende FlĂŒssigkeitszufuhr verhindert zudem, dass die Haut von innen austrocknet.

ErkÀltungen & Infekte vermeiden

Winterliche Infekte setzen den Körper unter Stress und können Neurodermitis-SchĂŒbe begĂŒnstigen. Deshalb ist es wichtig, das Immunsystem bestmöglich zu unterstĂŒtzen.

  • HĂ€nde regelmĂ€ĂŸig waschen, um Infekte zu vermeiden.
  • Gesunde ErnĂ€hrung mit frischen Lebensmitteln zur StĂ€rkung des Immunsystems.
  • Ausreichend Schlaf und Bewegung an der frischen Luft, um die AbwehrkrĂ€fte zu fördern.

ErkĂ€ltungen oder Grippe schwĂ€chen das Immunsystem und können bei Neurodermitis-Betroffenen EntzĂŒndungsreaktionen im Körper verstĂ€rken, die sich auch auf die Haut auswirken. Durch eine gesunde ErnĂ€hrung, regelmĂ€ĂŸiges HĂ€ndewaschen und einen gesunden Lebensstil lĂ€sst sich das Risiko fĂŒr Infektionen senken.

Draußen unterwegs - Schutz bei KĂ€lte & Wind

Kalte Winterluft, eisiger Wind und trockene Heizungsluft setzen der Haut besonders zu. Empfindliche Neurodermitis-Haut reagiert darauf oft mit SpannungsgefĂŒhlen, Rötungen und Juckreiz. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen lĂ€sst sich die Haut vor den winterlichen Belastungen bewahren.

Schutz fĂŒr Gesicht & HĂ€nde

Die Haut an Gesicht und HĂ€nden ist im Winter besonders gefĂ€hrdet, da sie oft ungeschĂŒtzt der kalten Luft ausgesetzt ist. Ohne ausreichenden Schutz kann sie schnell trocken, rissig oder gereizt werden.

  • Fetthaltige Schutzcremes vor dem Rausgehen auftragen, um eine Schutzschicht gegen KĂ€lte zu bilden.
  • Handschuhe aus Baumwolle oder Leder tragen, um Reizungen durch Wolle oder synthetische Stoffe zu vermeiden.
  • Lippenbalsam mit rĂŒckfettenden Inhaltsstoffen nutzen, um spröde Lippen zu verhindern.

Fetthaltige Cremes schĂŒtzen die Haut, indem sie eine Barriere gegen Wind und KĂ€lte aufbauen. So bleibt die Feuchtigkeit in der Haut erhalten, und Risse sowie EntzĂŒndungen können vermieden werden. Baumwoll- oder Lederhandschuhe sind hautfreundlicher als Wolle oder synthetische Materialien, die Juckreiz verstĂ€rken können.

Wintersonne nicht unterschÀtzen

Auch in den kalten Monaten kann die UV-Strahlung der Sonne die Haut belasten - vor allem, wenn Schnee das Licht reflektiert. Gerade fĂŒr Menschen mit Neurodermitis ist ein milder Sonnenschutz wichtig, um zusĂ€tzliche Reizungen zu vermeiden.

  • Sonnenschutz nicht vergessen - auch im Winter kann UV-Strahlung die Haut schĂ€digen.
  • Sanfte Sonnencreme mit hohem UV-Schutz verwenden, idealerweise ohne Duftstoffe oder reizende Chemikalien.
  • Bei Schnee oder in höheren Lagen besonders auf Schutz achten, da die UV-Belastung dort stĂ€rker sein kann.

Viele unterschĂ€tzen die Wintersonne, doch sie kann empfindliche Haut austrocknen und reizen. Ein sanfter UV-Schutz hilft, die Haut zu schĂŒtzen und zusĂ€tzliche Belastungen zu vermeiden.

Neurodermitis & Stress in der dunklen Jahreszeit

Die kalte Jahreszeit bringt nicht nur Herausforderungen fĂŒr die Haut mit sich, sondern kann auch das allgemeine Wohlbefinden und die Psyche beeintrĂ€chtigen. Weniger Sonnenlicht, kurze Tage und kalte Temperaturen fĂŒhren bei vielen Menschen zu verstĂ€rktem Stress oder Antriebslosigkeit - was sich wiederum negativ auf Neurodermitis auswirken kann.

Warum kann Stress Neurodermitis verschlimmern?

  • Psychische Belastung kann das Immunsystem beeinflussen, wodurch EntzĂŒndungen gefördert werden.
  • Stresshormone wie Cortisol können die Hautempfindlichkeit erhöhen und Juckreiz verstĂ€rken.
  • Schlechter Schlaf und NervositĂ€t können dazu fĂŒhren, dass sich Betroffene hĂ€ufiger kratzen, was Hautreizungen und SchĂŒbe begĂŒnstigt.

Was hilft gegen winterlichen Stress?

  • Bewegung an der frischen Luft - selbst kurze SpaziergĂ€nge bei Tageslicht fördern die Durchblutung und heben die Stimmung.
  • Tageslichtlampen nutzen, um Lichtmangel auszugleichen und den natĂŒrlichen Biorhythmus zu stabilisieren.
  • Entspannungstechniken wie Meditation oder AtemĂŒbungen helfen, innere Anspannung abzubauen.
  • Ausgewogene ErnĂ€hrung mit Vitamin D und Omega-3-FettsĂ€uren unterstĂŒtzt das Wohlbefinden.
  • Feste Schlafenszeiten und ausreichend Ruhe sorgen fĂŒr eine bessere Regeneration der Haut.

Weniger Tageslicht kann sich direkt auf den Hormonhaushalt und die Stimmung auswirken. Bewegung, Licht und bewusste Entspannung helfen, die negativen Effekte der dunklen Jahreszeit zu minimieren und somit auch Neurodermitis-SchĂŒbe zu reduzieren.

HĂ€ufige Fragen (FAQ)

Warum wird Neurodermitis im Winter schlimmer?

Die Haut verliert durch KĂ€lte und trockene Heizungsluft mehr Feuchtigkeit und wird dadurch empfindlicher. Die Schutzbarriere wird geschwĂ€cht, was zu Juckreiz, SpannungsgefĂŒhlen und Hautreizungen fĂŒhren kann.

Welche Creme hilft am besten im Winter?

RĂŒckfettende Cremes mit Ceramiden oder Panthenol stĂ€rken die Hautschutzbarriere. FĂŒr das Gesicht eignen sich fetthaltige Salben als zusĂ€tzlicher Schutz gegen KĂ€lte und Wind.

Sollte man im Winter seltener duschen?

Ja, zu hĂ€ufiges Duschen kann die Haut zusĂ€tzlich austrocknen. Besser sind kurze, lauwarme Duschen (max. 36 °C) mit rĂŒckfettenden Pflegeprodukten, um die Haut geschmeidig zu halten.

Hilft eine gesunde ErnÀhrung gegen Neurodermitis im Winter?

Ja, eine hautfreundliche ErnĂ€hrung kann helfen. Omega-3-FettsĂ€uren (z. B. in Fisch oder Leinöl) wirken entzĂŒndungshemmend, wĂ€hrend Zink und Vitamin D die Haut und das Immunsystem unterstĂŒtzen.

Wie kann ich trockene Heizungsluft vermeiden?

Luftbefeuchter oder feuchte TĂŒcher auf Heizkörpern helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Ideal ist ein Wert von 40-60 %, um die Haut vor dem Austrocknen zu schĂŒtzen.

Über den Autor

Softsan

Apotheker Ansgar Eich

Ansgar Eich ist Apotheker mit rund 25 Jahren Berufserfahrung und Inhaber der Kreuz Apotheke in Schöllkrippen. Seine Schwerpunkte liegen in der MikronÀhrstoffberatung, Darmgesundheit und ErnÀhrung. In seiner tÀglichen Arbeit verbindet Herr Eich pharmazeutisches Fachwissen mit individuellen Empfehlungen zu Immunsystem, Stoffwechsel und Arzneimittelsicherheit.

Neurodermitis und Allergien sind zwei der vielen Anwendungsfelder seiner Beratung – nicht nur aus fachlicher Sicht, sondern auch aus persönlicher Erfahrung: Er selbst hat in der Vergangenheit mit Neurodermitis zu kĂ€mpfen gehabt und kennt die Herausforderungen aus eigener Sicht.

Quellen

AWMF – S3-Leitlinie: Atopische Dermatitis.
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027

Allergieinformationsdienst – Jahreszeitliche EinflĂŒsse bei Neurodermitis.
https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/neurodermitis/risikofaktoren

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. - Was die Haut im Winter braucht
https://www.daab.de/2024/11/hautpflege-was-die-haut-im-winter-braucht

Robert Koch-Institut – Neurodermitis: Faktenblatt.
https://edoc.rki.de/handle/176904/3071

American Academy of Dermatology – Your winter skin survival kit
https://www.aad.org/public/everyday-care/skin-care-basics/care/winter-skin-survival-kit

Lodén M. Role of topical emollients and moisturizers in the treatment of dry skin barrier disorders. Am J Clin Dermatol. 2003;4(11):771-88. doi: 10.2165/00128071-200304110-00005. PMID: 14572299.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14572299/

Proksch E, Brandner JM, Jensen JM. The skin: an indispensable barrier. Exp Dermatol. 2008 Dec;17(12):1063-72. doi: 10.1111/j.1600-0625.2008.00786.x. PMID: 19043850.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19043850/

Draelos ZD. The science behind skin care: Moisturizers. J Cosmet Dermatol. 2018 Apr;17(2):138-144. doi: 10.1111/jocd.12490. Epub 2018 Jan 10. PMID: 29319217.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29319217/

Gupta J, Grube E, Ericksen MB, Stevenson MD, Lucky AW, Sheth AP, Assa'ad AH, Khurana Hershey GK. Intrinsically defective skin barrier function in children with atopic dermatitis correlates with disease severity. J Allergy Clin Immunol. 2008 Mar;121(3):725-730.e2. doi: 10.1016/j.jaci.2007.12.1161. Epub 2008 Feb 4. PMID: 18249438.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18249438/

National Eczema Association – About cold weather and eczema
https://eczema.org/information-and-advice/triggers-for-eczema/weather-and-eczema/