Milben unter der Haut - Möglich? Wie erkennen? Was tun?
Gewöhnliche Hausstaubmilben, die in jedem Haushalt vorhanden sind, finden keinen Weg unter die Haut. Anders verhĂ€lt es sich jedoch mit KrĂ€tzmilben. Was es damit auf sich hat, wie Sie sie erkennen und was Sie tun mĂŒssen, um Sie wieder los zu werden, verraten wir Ihnen in unserem Ratgeber.
Ja - Bestimmte Milben gehen unter die Haut
Viele Menschen glauben, dass KrĂ€tze heutzutage nicht mehr hĂ€ufig vorkommt. Die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. In den letzten 15 Jahren hat es weltweit KrĂ€tze-Epidemien gegeben. Dass dies in Deutschland heutzutage eher selten vorkommt, liegt an den hohen Hygienestandards in unserem Land. KrĂ€tze wird ĂŒber Hautkontakt, von Mensch zu MenschÂ ĂŒbertragen. Leben viele Menschen auf engem Raum zusammen, steigt die Gefahr einer Ansteckung. Somit verwundert es kaum, dass KrĂ€tzmilben immer mal wieder in KindergĂ€rten, KrankenhĂ€usern oder in Altenheimen vorkommen. Dort werden sie recht schnell von einer Person auf die nĂ€chste ĂŒbertragen. Auch eine Ansteckung durch Tiere ist möglich, allerdings handelt es sich dabei um eine andere Milbenart, die auf dem Menschen nicht allzu lange ĂŒberleben kann. Der Krankheitsverlauf ist deshalb relativ milde.
KrĂ€tzmilben sind eine Milbenart, die den Menschen befallen und kleine GĂ€nge, die sogenannten MilbengĂ€nge, unter der Haut bohren, um dort ihre Eier abzulegen. Weibliche Milben legen etwa zwei bis drei Eier pro Tag. Eine Vermehrung geht daher sehr schnell vonstatten. Etwa zwei bis drei Wochen nach dem Befall kommt es zu allergischen Reaktionen des Körpers. Die Ausscheidungsprodukte der Kriechtiere zerfallen in der Haut und lösen eine Ăberreaktion des Immunsystems aus. Es kommt zu Juckreiz, der vor allem nachts unter der warmen Bettdecke entsteht. Meistens kommt es dann erst zu dem ersten Verdacht auf einen KrĂ€tzebefall.
So stellen Sie fest, ob Sie betroffen sind
KrĂ€tzmilben bzw. Skabies machen sich durch HautverĂ€nderungen bemerkbar. Leider treten die Symptome erst nach 2-3 Wochen auf, sodass eine Infektion in der Regel erst spĂ€t bemerkt wird. Sind Sie betroffen, so haben Sie in der Regel mit starkem Juckreiz zu kĂ€mpfen. Die Haut wird schuppig und es bilden sich Krusten, die besonders hĂ€ufig an warmen Körperstellen vorkommen, wie zum Beispielzwischen den Fingern, an den Handgelenken und in den Achselhöhlen. AuĂerdem können BlĂ€schen, Pusteln und Knötchen auf der Haut entstehen.
Ăber den Autor
Alexander Marinescu
Quellen
Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung
www.infektionsschutz.de (letzter Abruf: 14.10.2019)
Die Zeitschrift der deutschen Apotheker
www.pharmazeutische-zeitung.de (letzter Abruf: 14.10.2019)
European Academy of Dermatology and Venereology
www.eadv.org (letzter Abruf: 14.10.2019)
BundesÀrztekammer und KassenÀrztliche Bundesvereinigung
www.aerzteblatt.de (letzter Abruf: 14.10.2019)


